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2. Tunnelröhre des Tauerntunnels eröffnete am 30.06.2011

Eröffnung der zweiten Röhre des Tauerntunnels auf der Tauernautobahn v.l. LH Gerhard Dörfler, Ministerin Doris Bures und LHF Gabi Burgstaller (Foto: Franz Neumayr)
Eröffnung der zweiten Röhre des Tauerntunnels auf der Tauernautobahn v.l. LH Gerhard Dörfler, Ministerin Doris Bures und LHF Gabi Burgstaller (Foto: Franz Neumayr)

Mit einem feierlichen Festakt in Anwesenheit von Bundesministerin Doris Bures und Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller wurde am 30. Juni 2011  der zweiröhrig ausgebaute Tauerntunnel offiziell in Betrieb genommen. Damit ist erstmals nach der Eröffnung der Scheitelstrecke (Eben-Rennweg) am 21. Juni 1975 die gesamte rund 192 Kilometer lange A 10 Tauernautobahn von Salzburg bis Villach durchgehend vierspurig beziehungsweise in den Tunneln zweiröhrig ausgebaut. „Das ist ein Meilenstein nicht nur innerösterreichisch, sondern international, denn die A 10 ist neben der Brenner- und der Pyhrn-Autobahn eine der wichtigsten Nord-Süd-Routen im europäischen Verkehrsgeschehen. Umso wichtiger sind die Investitionen in eine sichere Infrastruktur„, betonte Landeshauptfrau Burgstaller am 30.06.2011 bei der Eröffnung.

Bei dem Festakt erhielt Dipl.-Ing. Alexander Walcher, Kaufmännischer Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, das Große Verdienstzeichen des Landes Salzburg.

Der Bau von zweiten Tunnelröhren bildet das nachhaltig wirksamste Mittel, um die Verkehrsrisiken im Tunnel zu minimieren.

Zwei getrennte Röhren mit jeweils zwei Fahrspuren führen einerseits zur Entschärfung des unmittelbaren Gefahrenpotenzials, das von Verkehrstunnel mit Gegenverkehr ausgeht, und andererseits zu einer wesentlichen Verbesserung der Sicherheit für Verkehrsteilnehmer, unsere Erhaltungsmannschaften und nicht zuletzt der Einsatzkräfte“, betonte Asfinag-Vorstand Dipl.-Ing. Alois Schedl.

Daher wurde nach dem tragischen Unfall im Tauerntunnel 1999 von der Asfinag begonnen, bestehende Tunnelanlagen zu erweitern beziehungsweise technisch nachzurüsten.

Wir haben Verbesserungen in Bezug auf Tunnelsicherheit versprochen und diese auch umgesetzt„, so Schedl. „Rund 3,7 Milliarden Euro wurden seit Beginn der Tunneloffensive 2001 für die Tunnelsicherheit ausgegeben. Bis 2014 investiert die Asfinag weitere rund 1,1 Milliarden Euro in die Erhöhung der Tunnelsicherheit. Diese Investitionen beinhalten Tunnelneubauten ebenso wie zweite Tunnelröhren, bauliche und elektromaschinelle Maßnahmen inklusive Generalerneuerungen sowie den Ausbau der Überwachungszentralen.“

Auch für Landeshauptfrau Burgstaller ist der Vollausbau des Tauerntunnels von großer Bedeutung: „Salzburg und der Tauerntunnel werden in den internationalen Verkehrsmeldungen deutlich seltener auftauchen, kilometer- und stundenlange Staus sollten der Vergangenheit angehören„, sagte Burgstaller und zeigte sich „erleichtert und glücklich, dass zwölf Jahre nach dem katastrophalen Brand im Tauerntunnel eine Sicherheitslücke geschlossen wird, immerhin galt der Tauerntunnel jahrzehntelang als Nadelöhr. Der erfolgreiche und im Zeitplan erfolgte Abschluss des Projekts hat in verkehrspolitischem und wirtschaftlichem Sinn enorme Bedeutung für das Bundesland Salzburg und weit darüber hinaus„, so Burgstaller.

Neben der Verkehrssicherheit ist natürlich auch die touristische Verbesserung der Situation im Bundesland Salzburg ein wichtiges Argument. „Die Tauernautobahn ist besonders für die Tourismusregionen in ihrer Nähe ein schneller und bequemer Zubringer für unsere Gäste“, betonte Verkehrs-, Wirtschafts- und Tourismusreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer anlässlich der  Eröffnung.

Schon bei der Entscheidung für den Bau der zweiten Tunnelröhren hat sich die Salzburger Landesregierung daher massiv für eine Entlastung der Anrainerinnen und Anrainer entlang der Strecke eingesetzt, und im Bereich Eben und Flachau ist die Entlastung mit den beiden Einhausungen bereits Realität. Nun haben auch die intensiven Verhandlungen der vergangenen Monate bezüglich einer Einhausung für Zederhaus zu einer Entscheidung zwischen Asfinag und Gemeinde geführt. Zederhaus bekommt damit die historische Chance, einen Riesenschritt zu mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu machen„, betonte Haslauer.

(Quelle: Landeskorrespondenz)

Weiterführende Artikel: 2. Tauerntunnel – die Details

Zweite Röhre des Tauerntunnels eröffnet am 30.06.2011

Erstmals nach der Eröffnung der Scheitelstrecke (Eben-Rennweg) am 21. Juni 1975 die gesamte rund 192 Kilometer lange A 10 von Salzburg bis Villach durchgehend vierspurig bzw. in den Tunneln zweiröhrig ausgebaut, wenn am Donnerstag, 30. Juni 2011 der nunmehr zweiröhrig ausgebaute Tauerntunnel offiziell in Betrieb genommen wird.

Für Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller ist der Vollausbau des Tauerntunnels von großer Bedeutung: „Salzburg und der Tauerntunnel werden in den internationalen Verkehrsmeldungen sicherlich deutlich seltener auftauchen, kilometer- und stundenlange Staus sollten der Vergangenheit angehören„, sagte Mag. Burgstaller am 14. Juni 2011, bei einem Informationsgespräch der ASFiNAG anlässlich der Verkehrsfreigabe der zweiten Tunnelröhre am 30. Juni.

Der Tauerntunnel unterquert die Radstädter Tauern zwischen Radstadt im Ennspongau und  Tamsweg im Lungau, er  zählt zu den meistbefahrenen Straßentunnels in Österreich und ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Routen im europäischen Verkehrsgeschehen. Das Nordportal des Tauerntunnels befindet sich bei Flachauwinkl, das Südportal bei Zederhaus. Die erste Röhre wird derzeit generalsaniert, der Verkehr aktuell nur durch die neue Röhre geleitet, die am 30. April 2010 freigegeben wurde.

Die Landeshauptfrau zeigte sich „erleichtert und glücklich, dass zwölf Jahre nach dem katastrophalen Brand im Tauerntunnel eine Sicherheitslücke geschlossen und ein Nadelöhr, das Jahrzehnte lang den Verkehr behindert hat, beseitigt wird. „Der erfolgreiche und im Zeitplan erfolgte Abschluss des Projekts hat in verkehrspolitischem, wirtschaftlichem und nicht zuletzt touristischem Sinn enorme Bedeutung für das Bundesland Salzburg und weit darüber hinaus„, betonte Landeshauptfrau Burgstaller.

Auch das Bundesland Kärnten erwartet sich durch den Vollausbau der Tauernautobahn vor allem wirtschaftliche Impulse sagte Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Schedl: 4,8 Milliarden Euro für Tunnelsicherheit

Der Bau von zweiten Tunnelröhren bildet das nachhaltig wirksamste Mittel, um die Verkehrsrisiken im Tunnel zu minimieren. Zwei getrennte Röhren mit jeweils zwei Fahrspuren führen einerseits zur Entschärfung des unmittelbaren Gefahrenpotenzials, welches von Tunnelanlagen mit Gegenverkehr ausgeht, und andererseits zu einer wesentlichen Verbesserung der Sicherheit für Verkehrsteilnehmer, unserer Erhaltungsmannschaften und nicht zuletzt der Einsatzkräfte„, betonte ASFiNAG-Vorstand Dipl.-Ing. Alois Schedl. „Mit der Öffnung können 2.200 Autos in Richtung Süden fahren„. Vor der Öffnung wird noch eine umfangreiche Sicherheitsübung durchgeführt. Ab 1.07.2011 erhöht sich die Maut von 9,50€ auf 10,00€.

Daher wurde nach dem tragischen Unfall im Tauerntunnel im Jahre 1999 durch die ASFiNAG begonnen, bestehende Tunnelanlagen zu erweitern bzw. technisch nachzurüsten. Schedl: „Wir haben Verbesserungen in Bezug auf Tunnelsicherheit versprochen und diese auch umgesetzt. Rund 3,7 Milliarden Euro wurden seit Beginn der Tunneloffensive im Jahr 2001 in die Tunnelsicherheit investiert.

Bis 2014 investiert die ASFiNAG weitere rund 1,1 Mrd. Euro in die Erhöhung der Tunnelsicherheit. Diese Investitionen beinhalten Tunnelneubauten ebenso wie zweite Tunnelröhren, bauliche und elektromaschinelle Maßnahmen inklusive Generalerneuerungen sowie den Ausbau der Überwachungszentralen, die nun zu neun großen Zentralwarten zusammengeschaltet wurden.

Die Überwachungszentrale in St.Michael/Lg wurde dazu neu gebaut und ist ein wahres High-Tech-Center. Rund 164 Autobahnkilometer von Rennweg/Kärnten (A 10) bis zur oberösterreichischen Landesgrenze bei Mondsee (A 1) werden nach Abschluss des Zentralwartenkonzeptes im Herbst dieses Jahres von hier aus überwacht und gesteuert. Darunter Katschberg- und Tauerntunnel, die Einhausungen Flachau und Eben, die Tunnelgruppe Werfen, Ofenauer und Hiefler Tunnel sowie der Tunnel Liefering in Salzburg. Hier laufen alle sicherheitsrelevanten Daten zusammen. Knapp sieben Millionen Euro hat die ASFINAG hier in die Sicherheit der Autofahrer investiert.

Auf der rd. 25 m2 großen Videowall mit insgesamt 18 Großbildschirmen sehen die Operatoren Aufnahmen des Verkehrsgeschehens von Kärnten bis zu OÖ. Landesgrenze. Geliefert werden diese Bilder von insgesamt 650 Kameras entlang der freien Strecke und in den Tunneln. 120.000 Datenpunkte müssen von den Rechnersystemen in der ÜZ St. Michael/Lg. bewältigt und verarbeitet werden, dazu gehören etwa Ampelregelungen, Infos der Glatteiswarnanlagen bis hin zu Absetzen von Notrufen.

Umfangreiche Umweltentlastungsmaßnahmen entlang der A 10

Parallel zum Vollausbau der Tunnel Katschberg und Tauern werden zusätzliche Umweltentlastungsmaßnahmen in Form von Einhausungen, Lärmschutzgalerien und -wänden errichtet. Diese Umweltentlastungsmaßnahmen sind Teil der im Jahr 2004 von Bund, Ländern und der ASFiNAG unterzeichneten „Gemeinsamen Erklärung zur Erarbeitung und Realisierung von Umweltentlastungsmaßnahmen“ entlang der A 10 zwischen Hüttau und Lieserhofen in Kärnten.

Diese Erklärung umfasse ein Maßnahmenpaket im Umfang von rund 300 Millionen Euro für Einhausungen, Lärmschutzwände und -wälle, welches bis 2020 realisiert werden solle, erklärte Dipl.-Ing. Alexander Walcher, Geschäftsführer der ASFiNAG Bau Management GmbH.

Gemeinsame Lösung für Lärmschutz Zederhaus Ort

Die nächste große zu realisierende Maßnahme ist die Einhausung „Zederhaus Ort“ Das zu errichtende Projekt sieht eine Einhausung am Bestand auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometer vor, wobei die Autobahn im Ortszentrum von Zederhaus auf einer Länge von rund 875 Metern um ca. 15 Meter in Richtung Zederhausbach verlegt wird.

Der Großteil der Einhausung wird eingeschüttet, was der Gemeinde Zederhaus zusätzlich zur Verbesserung des Lärmschutzes einen erheblichen Gewinn an nutzbarer Fläche bringt. Das Vorhaben soll zwischen 2013 und 2016 verwirklicht werden