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Jazz in Salzburg 2018: zwei Festivals an ungewöhnlichen Orten

Der Salzburger Herbst hat sich in den letzten Jahren als Jazz-Saison etabliert. Das junge Festival „Take The A-Train“ (13. bis 16. September 2018) nutzt verschiedene Veranstaltungsorte rund um den Bahnhof und verwandelt sie in spannende Bühnen.

Unter den rund 20 Locations finden sich ein Oldtimer-Bus, eine Hotelbar oder die Straßen der Stadt, wenn ein junger Trommler mit seinen Sticks durch die Gassen geht und das Publikum dazu einlädt, mitzukommen.

A-Train2018 bringt wieder eine Vielzahl von neuen Locations, Ideen & Musikakzenten. Entlang der Bahnstrecken des EuRegio-Raums geht der A-TRAIN auf Reisen und veranstaltet Konzerte von Schwarzach bis Laufen: wahrlich ein „grenzensprengendes Festival“!

Besonderes Augenmerk wird auf die lokale Szene gelegt, die Veranstaltungen sind großteils kostenlos.

Zu den Höhepunkten in diesem Jahr zählen das Sonnenaufgangskonzert des syrischen Pianisten Aeham Ahmad (Tanzschule Seifert Skybar am Sonntag, 16.09.2018 um 06.30 Uhr ) und  der Auftritt der JRBB Jazzrausch Bigband (So 16.09 11.00 Uhr Lokwelt Freilassing) www.ttat.at

Weit über die Grenzen der Stadt bekannt ist das Musik-Highlight „Jazz & The City“ (17. bis 21. Oktober 2018).

Jazz in the City 2018Bereits zum 18. Mal sorgen hochkarätige Jazz-Größen aus der ganzen Welt für fulminante Stimmung in den Gassen, auf den Brücken und in den zahlreichen Gastgärten, Museen oder barocken Kirchen der Altstadt.

Rund 30.000 Besucher verfolgen jährlich 100 Bands aus dem In- und Ausland. An den unterschiedlichsten Orten klingt improvisierte Musik, tanzt man zu Weltmusik oder lauscht elektronischen elegischen Klängen um Mitternacht.

Spontane Konzerte in leerstehenden Häusern stehen dabei ebenso auf dem (ungeschriebenen) Programm wie Jam Sessions bis in die Nacht. Das Beste: Die Konzerte sind kostenlos. www.salzburgjazz.com

Jazz & The City Salzburg, Festival vom 25.-29. Oktober 2017

Jazz & The City Salzburg bringt seit 18 Jahren improvisierte Töne in die Altstadt. Zwar gilt der heimischen Szene nach wie vor ein wichtiges Augenmerk, jedoch ist das Programm zunehmend internationaler geworden. Es sind nicht die großen Namen, die den Ruf des Festivals bescheren, sondern das individuelle Entdecken der Besucher: die Vielfalt der europäischen Jazzszene, die Entwicklungen an der amerikanischen Ostküste, und das, was als Welt- und elektronische Musik die Begegnung mit dem Jazz sucht.

Dies geschieht äußerst lustvoll und atmosphärisch – an Konzertorten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: u.a. in den Weiten der barocken Kollegienkirche mit ihren neun Sekunden Nachhall, auf der Probebühne der Universität Mozarteum, im Blaue Gans Weinarchiv, auf engstem Raum im urigen Restaurant Pauli Stubm, über den Dächern der Stadt im M32 beim Museum der Moderne, im Landestheater, in der Getreidegasse und in einem leerstehenden Mietshaus.

Out Of The Box

„Out of the Box“ steht dafür, über den eigenen Horizont hinaus zu denken. Die Altstadt von Salzburg wird bei diesem Format unter die Lupe der Kreativen genommen. Im Rahmen des von Bund und Land geförderten gleichnamigen Projekts widmen sich Musiker des Festivals im Austausch mit Medizinern, Architekten, Stadtplanern, bildenden Künstlern, Schauspielern, Historikern u.a. in einer zweitägigen Zusammenkunft dem Thema „Improvisation und Stadt“ – mit offenem Ausgang. Dabei laden sie die Festivalbesucher immer wieder zum Partizipieren ein – im Künstlerhaus oder im fiktiven Chelsea Hotel im Andräviertel.

Ermöglicht wird dies insbesondere durch die langen Aufenthalte der Musiker in der Altstadt. Man könnte fast von Residenzen sprechen.

So wird der norwegische Pianist Bugge Wesseltoft, nicht nur solo zu hören sein, sondern an einem anderen Abend Künstler seines Labels ‚Jazzland’ präsentieren; von der jungen Gruppe Moksha und der Sängerin Rohey bis hin zum heimischen Radio.String.Quartet. Auch der finnische Gitarrist Kalle Kalima, der mit A Novel of Anomaly die Bühne des Republic bespielt, hat gleich für die ganze Festivalwoche verlängert und wird bei der Neuauflage des ‚Sofakonzerts’ im Gitarrenladen „Riverside Guitars“ an die Tradition der Vorjahre anknüpfen und Musik ganz intim an „winzigen” Spielorten erlebbar machen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der holländischen Saxofonistin Marike Van Dijk. Stereography heißt ihr Projekt, das sie gemeinsam mit New Yorker- und österreichischen Musikern (u.a. Lukas Kranzelbinder, David Helbock, Christoph Pepe Auer) öffentlich proben und anschließend zur Aufführung bringt.

Die meisten der teilnehmenden Musiker, wie der amerikanische Sänger Jeff Taylor oder die britische Singer-Songwriterin Katell Keineg, werden während des Festivals bei weiteren spontanen Zusammenkünften – den Blind Dates – zu hören sein.

Den längsten Anreiseweg hat eine Gruppe junger Musiker aus Zimbabwe – Mokoomba wird das Festival am Mittwochabend eröffnen, und die ganze Woche über an unterschiedlichen Orten zu erleben sein.

Eher beständig ist da der Spielort der Fusion- und Kultband Azymuth. Die drei brasilianischen Musiker spielen neben ihrem eigenen Programm zudem an drei Abenden zur Late Night Session im Festivaljazzclub im Sternbräu.

Lange Nächte

Die Nächte werden von unterschiedlichen DJ Sets aus Salzburg, London und Berlin aufgemischt. Apropos Berlin. Mit dem XJazz Festival der deutschen Hauptstadt sind im Rahmen einer Kooperation Festivalmacher Sebastian Studnitzky mit seinem Projekt Memento und die Berliner TechnoJazz Band Komfortrauschen zu Gast in Salzburg. Zu entdecken sind 47 Soul – vier junge Palästinenser, die in unterschiedlichen Ländern leben, und ihren Wunsch nach Freiheit mit gut tanzbarem ‚Shampstep’ besingen. Mit den sphärisch elektronischen Klängen von Nils Petter Molvaer & Stian Westerhus kann man die Nacht ausklingen lassen.

Die weibliche Seite der Weltmusik

Den roten Faden spinnen bei der World Music die Frauen: von Nataša Mirković, die sich, begleitet von Michel Godard, sephardischen Liedern widmet, über die ungarische Gitarristin Zsófia Boros, die junge brasilianische Band Quartabê, die Angolanerin Aline Frazão und die in Wien lebende israelische Sängerin Timna Brauer bis zu den Neapolitanerinnen von Assurd. Den Abschluss findet dieser Reigen beim Grand Finale im Landestheater mit den Italienerinnen Lucilla Galeazzi und Elena Ledda, die sich mit dem Ensemble Bella Ciao alten Arbeiter- und Partisanenliedern ihrer Heimat widmen.

Das Festival und die lokale Szene

In diesem Jahr gibt es dank Fördermitteln der Stadt Salzburg erstmals eine Kooperation mit dem Club Jazzit, der ein „Gastspiel“ auf einer Altstadtbühne gibt und gleichzeitig seine Türen im Bahnhofsviertel für weitere Auftritte von Festivalkünstlern öffnet. Einige der Musiker, die hier präsentiert werden, sind Salzburger, deren musikalische Laufbahnen bei unzähligen Jazzit-Auftritten und -Sessions ihre Anfänge nahmen: Pianist Elias Stemeseder, Saxofonist Fabian Rucker mit Namby Pamby Boy oder auch Saxofonist und Bassist Peter Fürhapter mit The Rasp.

Die Spielorte werden durch die neu geknüpften Kooperationen zur Universität Mozarteum, dem Jugendzentrum Yoco im Markussaal und dem Musikum Salzburg ergänzt.

„Uns ist es sehr wichtig, im Rahmen des Festivals einen Scheinwerfer auf die Akteure und Institutionen zu richten, die das ganze Jahr hindurch für musikalischen Vielfalt sorgen und die Salzburger Altstadt für alle Altersgruppen anziehend machen“, konstatiert Intendantin Tina Heine, seit ihrem Antritt im letzten Jahr und sorgt auch in diesem Jahr für eine konsequente Umsetzung dieses Gedankens.

Kinder- und Familienprogramm, Künstlerkollaborationen, Workshops für Musiker, Kinofilme sowie ein breites kulinarisches Angebot machen dieses fünftägige Festival zu einer Festwoche für alle Altersgruppen. An diesen Tagen lässt sich eine Vielfalt spüren, die den Charme der Salzburger Altstadt auch jenseits der schönen Kulissen auslotet.

Der freie Eintritt für alle Veranstaltungen wird ermöglicht durch eine großzügige Unterstützung der Altstadtunternehmer sowie treuer Sponsoren und Förderer, die dieses Fest seit vielen Jahren begleiten.

Mag. Inga Horny, Geschäftsführerin des Altstadtverbandes ergänzt: „Mit ‚Jazz & The City Salzburg’ verankern wir die Altstadt im Heute und sind gleichzeitig immer auch auf der Suche nach dem, was noch kommt“.

Die bisher bestätigten Künstler des Festivals:

Andromeda Mega Express Orchestra | Mokoomba | Azymuth | Bugge Wesseltoft | Shayna Steele | Kalle Kalima | Nik Bärtsch‘s Ronin | A Novel of Anomaly | 47Soul | Christian Muthspiel und Steve Swallow | Die Strottern und Jazzwerkstatt Wien | Bella Ciao | Drops & Points by Pascal Schumacher | Marike van Dijk | Airelle Besson | Daniel Erdmann’s Velvet Revolution | Blow Trio | Miklin-Känzig-Hart | Shabaka and the Ancestors | Stian Westerhus & Nils Petter Molvaer | Reis Demuth Wiltgen | First Gig Never Happened | Strobes | Tingvall Trio | Platypus | Fresh Dixie | KUU! | Nane Frühstückl | Hang Em High | Timna Brauer & Elias Meiri mit Vox Gotica | Angelika Niscier | Random Control | Socalled | Dejan Pecenko Quartett | Holler My Dear | Marina & The Kats | Rohey | Radio.String.Quartet | Moksha | Shalosh | Zsófia Boros | Katell Keineg | Komfortrauschen | Memento | Jeff Taylor | Volker Goetze | Ali Boulo Sante Cissoko | The Rasp | Namby Pamby Boy u.v.a.

16. Salzburger Jazz-Herbst (25.10. bis 6.11. 2011)

Im Mittelpunkt des 16. Salzburger Jazz-Herbstes (25.10. bis 6.11. 2011) stehen unter dem Titel „The Storytellers“ die „musikalischen Geschichtenerzähler“. Eine der hochkarätigsten Veranstaltungen ist der Auftritt von Jazz-Diva Dionne Warwick am 5. November 2011 im Großen Festspielhaus.

Ebenfalls im Großen Festspielhaus zu sehen ist Paul Anka, einer der erfolgreichsten Songwriter und Entertainer des amerikanischen Showbusiness. Er schrieb unter anderem Songs für Buddy Holly, Conny Francis, Tom Jones („She’s a Lady“) und textete für Frank Sinatra „My way“. 2009 veröffentlichte er den mit Michael Jackson gemeinsam geschriebenen Song „This is it“.

Die amerikanische Souldiva Bettye LaVette, der 30-jährige Soulsänger Ryan Shaw und China Moses stehen für Soul und Rhythm & Blues. Auf das Publikum warten weiters großartige Jazzsolisten wie Grammy-Preisträger Chucho Valdes mit seinen Afro Cuban All Stars, Charlie Haden mit seinem Quartet West oder das Charles Lloyd Quartet.

Am 26. Oktober 2011 wird die Ausstellung „Jazz in Austria“ mit Fotos und Film-dokumenten eröffnet, und es wird ein besonderes Konzert geben: Der Doyen des österreichischen Jazz, Saxophonist, Komponist und Bandleader Hans Salomon, konzertiert mit seiner Vienna Big Band Machine in der Stiegl-Brauwelt. www.salzburgerjazzherbst.at

„Jazz & The City“ @ Salzburger Altstadt 12.10.-16.10.2011

Unter dem Titel Jazz & The City (12.10. bis 16.10. 2011) verwandelt sich die Salzburger Altstadt mit ihren Cafés, Bars, Plätzen, Galerien und vielen besonderen Spielstätten in ein Mekka der Musikszene. Jazzfreunde erwarten rund 100 Konzerte mit mehr als 400 Musikern bei freiem Eintritt an 50 Spielorten.

Tauchen Sie ein in die musikalische Vielfalt, schlendern Sie durch die klingende Salzburger Altstadt, bummeln Sie durch Salzburger Clubs, Restaurants, Cafés und Galerien und verweilen Sie auf den Plätzen der Stadt.  www.salzburgjazz.com