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Mozartwoche 2013 in Salzburg vom 24.1.-3.2.2013

Mozarts Geburtshaus (©Foto: Marikka-Laila Maisel)
Mozarts Geburtshaus (©Foto: Marikka-Laila Maisel)

Unter neuer Leitung präsentiert sich 2013 die Salzburger Mozartwoche (24.1. bis 3.2. 2013): Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum ist Matthias Schulz, der französische Dirigent Marc Minkowski zeichnet verantwortlich für das Programm der Mozartwoche.

Erstmals heißt es dann Bühne frei für die Jüngsten unter den Mozart-Interpreten: Das neu gegründete Mozart Kinderorchester der Stiftung Mozarteum Salzburg feiert in der Mozartwoche sein Bühnendebüt. Das Ensemble aus 40 Musikern zwischen 7 und 12 Jahren aus umliegenden Musikschulen in Österreich und Deutschland präsentiert sich mit zwei Konzerten erstmals der Öffentlichkeit.

In diesem Klangkörper können Kinder die wertvolle Erfahrung machen, zum Orchester zusammenzuwachsen und ihre Spielfreude auf das Publikum zu übertragen.

Auf dem Programm der Mozartwoche stehen außerdem Konzerte mit sechs Gastorchestern sowie fünf Konzerte mit Salzburger Orchestern: Die Camerata Salzburg unter Louis Langrée, das Mozarteumorchester Salzburg und das Sinfonieorchester der Universität Mozarteum, Preisträger des Auswahlspiels der Universität Mozarteum u.a. Johann Christian Bachs Behandlung des Stoffes von Mozarts Oper Lucio Silla (konzertant) mit Rolando Villazón und Les Musiciens du  Louvre Grenoble wird von Marc Minkowski dirigiert.

Die Wiener Philharmoniker sind seit der ersten Mozartwoche im Jahr 1956 dem Festival zentral verbunden und werden mit namhaften Solisten und unter zwei der aufsehenerregendsten Dirigenten der jungen Generation zu erleben sein: Gustavo Dudamel und Teodor Currentzis – ebenso wie unter dem herausragenden Maestro George Prêtre.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner, werden erstmals auch Werke des deutschen Komponisten auf dem Programm der Mozartwoche stehen.

Eine einmalige Gelegenheit, Instrumente aus Mozarts Besitz live zu hören, sind die Museumskonzerte in Mozarts Geburtshaus und im Mozart-Wohnhaus. Erstmals werden in Mozarts Geburtshaus dessen Violine und der von Anton Walter gefertigte Hammerflügel („Garser“) von Francesco Corti und Thibault Noally gespielt. Im Mozart-Wohnhaus spielt Alexander Melnikov Sonaten von Mozart und Johann Christian Bach, Sylvia Schwarz singt Lieder und Arien von mit Mozart befreundeten Komponisten und Florian Birsak ist am Clavichord, Cembalo und Hammerflügel zu hören. www.mozarteum.at

Von Wunschvorstellungen zum „wahren Mozart“

Wie hat Wolfgang Amadeus Mozart ausgesehen? Das Bild vom eleganten Herrn mit weißer Perücke und rotem Samtrock kennen wohl die meisten von uns, ziert doch diese Konterfei Millionen von Souvenirartikeln, Plakaten von Musikfestivals, Buchcovern, CDs und Süßigkeiten. Tatsächlich dürfte Mozart jedoch kein sehr schöner Mensch gewesen sein: klein, mit großem Kopf, aber bemerkenswert schönen Händen. Dem Aussehen Mozarts spürt die Stiftung Mozarteum nach, die noch nie gesehene Bildnisse des Genies in einer spannenden Ausstellung präsentiert.

„Mozart-Bilder – Bilder Mozarts. Ein Porträt zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ zeigt erstmals in Salzburg einen Überblick über die wesentlichen historischen Bildnisse des Komponisten (25.1. bis 15.4. 2013). In den Räumen des Mozart-Wohnhauses werden rund 80 Exponate zu sehen sein, darunter Bildnisse, die aus seiner Zeit stammen, wie auch solche, die sich später entwickelt haben und aus denen ein spezielles Mozartbild abgeleitet wird. Mozart-Bildnisse im Spannungsfeld zwischen Realität und Wunschdenken – der Besucher kann sich mit den  zahlreichen authentischen Porträts ein Bild des tatsächlichen Erscheinungsbildes Mozarts machen.

Die Stiftung Mozarteum Salzburg besitzt die größte Sammlung originaler Mozart-Porträts, die für die Dauer dieser einzigartigen Sonderschau um zahlreiche wertvolle Leihgaben aus ganz Europa – viele davon aus Privatbesitz – bereichert wird. Ein eigenes Begleitprogramm für Kinder und Jugendliche und Führungen in verschiedenen Sprachen runden das Angebot ab. www.mozarteum.at

Quelle: Salzburg Tourismus

Salzburg Highlights 2012 – der Sommer im Weltkulturerbe mit Festspielen der Superlative

Stadtansicht mit Salzach Foto: © Tourismus Salzburg
Stadtansicht mit Salzach Foto: © Tourismus Salzburg

Im Sommer 2012 macht Salzburg seinem Ruf als Festspielmetropole alle Ehre. Die Pfingstfestspiele stehen zum ersten Mal unter der Leitung der italienischen Star-Mezzosopranistin Cecilia Bartoli. Die Salzburger Festspiele im Sommer unter der neuen Intendanz von Alexander Pereira dehnen ihr Programm auf sechs Wochen aus und enden erstmals mit einem glanzvollen Festspielball.

Mit jährlich über 4.000 Musik- und Theaterveranstaltungen zählt Salzburg zu den Kulturmetropolen der Welt.

Cecilia Bartoli neue künstlerische Leiterin der Pfingstfestspiele

Eingeläutet wird der Sommer mit den Salzburger Pfingstfestspielen (25.5. bis 28.5. 2012), die erstmals unter der musikalischen Leitung der italienischen Star-Mezzosopranistin Cecilia Bartoli stehen. Die sagenumwobene ägyptische Königin Kleopatra ist das Leitthema 2012.

Höhepunkte aus dem Programm unter dem Titel „Cleopatra – Im Labyrinth von Eros und Macht“ sind unter anderem eine szenische Opernproduktion, eine Lesung und zahlreiche hochkarätig besetzte Konzerte mit Künstlern wie Anna Netrebko, Andreas Scholl, Vesselina Kasarova und Piotr Beczala.

Eröffnung und Höhepunkt des Festivals ist die Neuinszenierung der Oper „Giulio Cesare in Egitto“ von Georg Friedrich Händel mit Cecilia Bartoli als Cleopatra und Andreas Scholl als Giulio Cesare im Haus für Mozart.

Jules Massenets Oper „Cléopâtre“ ist als konzertante Aufführung mit Sophie Koch, Ludovic Tézier und Véronique Gens zu erleben. Wladimir Fedosejew leitet dabei das Mozarteumorchester Salzburg.

Das Salzburger Landestheater präsentiert als Matinee die Lesung „Antony and Cleopatra“ von William Shakespeare, mit Sunnyi Melles als Cleopatra und Sven-Eric Bechtolf als mächtigem römischen Feldherrn Mark Antony. Beendet werden die Festspiele von Anna Netrebko als Kleopatra in „Kleopatra und die Schlange“, einem Auftragswerk von Rodion Shchedrin.

Bei den Pfingstfestspielen wird traditionell jedes Jahr eine Oper als Eigenproduktion für Salzburg erarbeitet und zweimal aufgeführt. Rund um die Oper werden an den vier Festspieltagen thematisch abgestimmte Konzerte arrangiert. Heuer wird erstmals die zu Pfingsten produzierte Oper in die Salzburger Festspiele übernommen und im Sommer in derselben Besetzung weitere fünf Male zur Aufführung gebracht. www.salzburgfestival.at 

Das Literaturfest Salzburg (30.5. bis 3.6. 2012) feiert sein fünftes Jubiläum: Das bibliophile Festival beweist damit, dass sich Salzburg als Plattform für die Literatur- und Buchszene etabliert hat. Die unterschiedlichsten Plätze und Veranstaltungsorte der UNESCO-Weltkulturerbestadt werden Schauplatz für Lesungen und Gespräche über Literatur für Erwachsene, Jugendliche und Kinder.  www.literaturfest-salzburg.at

Die Sommerszene (5.7. bis 22.7. 2012), das internationale Tanz- und Theaterfestival Salzburgs, steht unter einer neuen Führung: Am 1. Juni 2012 tritt die gebürtige Oberösterreicherin Angela Glechner die Nachfolge von Michael Stolhofer an, der die Szene 30 Jahre lang geleitet hat. Glechner war zuletzt Programmkuratorin beim Internationalen Sommerfestvial Hamburg.

Bei freiem Eintritt begeistert die Szene Salzburg ein jährlich wachsendes Publikum mit zeitgenössischen Tanz- und Theaterproduktionen einer jungen internationalen Elite. www.sommerszene.net

Sechs Wochen Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele (20.7. bis 2.9. 2012) stehen heuer erstmals unter der Intendanz von Alexander Pereira und sind so lang wie noch nie. Von 20. Juli bis 2. September  2012 – und damit sechs anstatt wie bisher fünf Wochen – finden 232 Aufführungen an 14 Spielorten in den Sparten Oper, Konzert und Schauspiel statt – von Mozart bis Moderne, von der klassischen Deutung bis zum theatralen Experiment. Weitere Neuerungen sind die Schauspielleitung durch Sven-Eric Bechtolf und der glanzvolle Ball in der Felsenreitschule zum Abschluss der Salzburger Festspiele.

Highlights des Opernprogramms bilden „Giulio Cesare in Egitto“ von Georg Friedrich Händel, mit Cecilia Bartoli als Kleopatra (eine Produktion der Pfingstfestspiele), „Carmen“ von Georges Bizet, „Il re pastore“ und „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart sowie „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss.

Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ wird unter der bewährten Regie von Christian Stückl mit prominenter Besetzung aufgeführt: Nikolas Ofczarek als Jedermann, Birgit Minichmayr als Buhlschaft und Ben Becker als Tod. www.salzburgfestival.at

Umrahmt werden die Salzburger Festspiele von den hochkarätigen Veranstaltungen der Internationalen Sommerakademie der Universität Mozarteum und der internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg (16.7. bis 25.8. 2012). www.summeracademymozarteum.at, www.summeracademy.at

Bei den Salzburger Festspielnächten (ab 27.7. 2012) am Kapitelplatz stehen täglich ab 18:00 Uhr Audiopräsentationen von Konzerten und ab 20:00 Uhr Filmvorführungen von Festspielproduktionen auf Großbildleinwand auf dem Programm. Der Charakter eines Openair-Kinos und die beindruckende Kulisse des Kapitelplatzes zu Füßen der Festung Hohensalzburg machen die Übertragungen zu einem einzigartigen Sommererlebnis. www.festspielnaechte.at

Der Sommer – ein Fest der Kultur und der Lebensfreude

Beliebter Treffpunkt für Kulturfreunde sind im Sommer die Brauchtumsnachmittage im Heckentheater (Mirabellgarten, Ende Juni bis Ende August) mit Tanzgruppen, Sängern und Musikanten, die echtes Brauchtum darbieten. Die Aufführungen unter freiem Himmel finden jeden Freitag bei einmaligem Ambiente im Heckentheater statt (bei Schlechtwetter in der Wolf-Dietrich-Halle des Schlosses Mirabell).

Fixtermine für Blasmusikfreunde sind die Promenaden- und Leuchtbrunnenkonzerte im Mirabellgarten (Mai bis August):

Promenadenkonzert: jeden Sonn- u. Feiertag von 10.30 – 11.30 Uhr

Leuchtbrunnenkonzert: jeden Mittwoch von 20.30 – 21.30 Uhr

Weitere Fixpunkte im Sommer sind die Salzburger Stadtfeste: Einheimische Gäste treffen einander beim Kaiviertelfest (15.-16. Juni 2012) und beim Linzergassenfest (29.-30. Juni 2012).

Von 24. bis 25. August 2012 wird am Fuße des Kapuzinerbergs ordentlich gefeiert: Italienische Lieder, leidenschaftlicher Tango, Schrammelmusik, gastronomische Meisterleistungen, theatralische Szenen, skurrile Vorführungen sowie Kinder-Workshops, Ausstellungen und Büchermärkte bringen beim Steingassenfest mediterranes Flair nach Salzburg.

Höhepunkt der Stadtfeste ist das Fest zur Festspieleröffnung (20.-21. Juli 2012), das den Auftakt zu den Salzburger Festspielen bildet und bei freiem Eintritt eine Fülle an Aufführungen, Musikveranstaltungen, Treffen mit den Festspielstars und Blicke hinter die Kulissen bietet. www.salzburg-altstadt.at 

Sehenswertes im Sommer 2012

Das Dommuseum zu Salzburg zeigt von 11. Mai bis 28. Oktober 2012 die Sonderschau „Erzbischof Marcus Sitticus“. Das Museum widmet Marcus Sitticus die Ausstellung zum vierhundertsten Jahrestag seines Amtsantritts – gemeinsam mit der Abteilung kulturelle Sonderprojekte des Landes sowie der Universität Salzburg.

Marcus Sitticus ließ während seiner nur sieben Jahre dauernden Amtszeit den Salzburger Dom neu bauen, Schloss Hellbrunn mit seinen Garten- und Brunnenanlagen errichten, die fürsterzbischöfliche Residenz erweitern sowie die wichtigsten Stadttore erneuern. Darüber hinaus betrieb er die Gründung des Priesterseminars, der Universität und mit besonderem Nachdruck die Durchsetzung der Gegenreformation.

Zu sehen sind im Dommuseum unter anderem Porträts seiner Eltern und Geschwister, allegorische Bilder, die die geistlichen Tugenden des Erzbischofs loben, Prunkwaffen, Kelche sowie Altarbilder, die er Pfarren und Bruderschaften stiftete. Eine ermäßigte Eintrittskarte ermöglicht es den Besuchern, die Ausstellung und das Schloss Hellbrunn mit den Wandmalereien Mascagnis und den Wasserspielen zu sehen. www.kirchen.net/dommuseum

Das Museum der Moderne am Mönchsberg zeigt ab 14. Juli 2012 die Schau „John Cage und …“. John Cage gehört zu den einflussreichsten Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung vereint in mehreren thematischen Kapiteln Biografie, Gedanken, Dokumente und originale Werke aus dem breiten Schaffen des Künstlers mit Werken und Gedanken seiner Anreger, Freunde und Schüler. Begleitet wird die Ausstellung von einer Videopräsentation der Kollaborationen John Cages mit seinem langjährigen Partner Merce Cunningham und dessen Dance Company in New York, einem umfangreichen Programm aus Konzerten, Vorträgen, Sonderführungen und einem Fest zum 100. Geburtstag von Cage am 5. September 2012.

Das Schwestermuseum Rupertinum zeigt ab 28. Juli 2012 die Fotoschau „Merce Cunningham. Dance Company. Fotografien einer Tanzbewegung“. www.museumdermoderne.at 

AUSBLICK: Salzburg im Herbst 2012

  • Rupertikirtag (Kirchweihfest auf den Plätzen rund um den Dom): 19.-24.9. 2012
  • Salzburger Kulturtage:17.10.-17.11. 2012
  • Jazz & The City:  10.-14.10. 2012
  • Salzburger Jazz Herbst: 23.10.-4.11. 2012

Weitere Informationen:

Tourismus Salzburg, Auerspergstraße 6, A-5020 Salzburg, Tel.: +43/662/889 87 – 0,  www.salzburg.info

1. Salzburger Haydn-Woche „Bravo Haydn! bravissimo!“ von 10. bis 17. September 2011

Rund um Michael Haydns Geburtstag am 14. September 2011 findet heuer erstmals ein kleines, feines Festival unter dem Titel „Bravo Haydn! bravissimo!“ statt. Im Mittelpunkt dieser Konzertreihe unter der Federführung der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft stehen Werke des Salzburger Hofmusikers Michael Haydn (1737 bis 1806).

Michael Haydn prägte Salzburgs Musikkultur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wirkt heute noch nach: Seine kirchenmusikalischen Kompositionen zählen zu den größten Werken unserer Musikkultur. Die erste Salzburger Haydn-Woche stellt diesen großen Salzburger Musiker in den Mittelpunkt und präsentiert Erlesenes aus seinem Schaffen„, berichtete Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer, ressortzuständig für kulturelle Sonderprojekte des Landes und Präsident der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft, am 29. August 2011 in einem Informationsgespräch.

2011 findet diese Konzertreihe zum ersten Mal statt und soll nächstes Jahr – anlässlich des 275. Geburtstages von Michael Haydn – fest etabliert und zu einem Fixpunkt im Salzburger Kulturleben werden. „Ziel ist es, Michael Haydns Werk als großen musikalischen Schatz den Salzburgerinnen und Salzburgern noch vertrauter zu machen und den Gästen eine weitere reizvolle Facette unserer Musikstadt zu zeigen. Denn über Michael Haydn erhält sogar der Fixstern Mozart noch eine zusätzliche Nuance: Haydn war nicht nur Kollege und Freund, sondern auch Inspirationsquelle Mozarts weit über dessen Salzburger Zeit hinaus„, sagte Haslauer.

Der Titel des Konzertreigens „Bravo Haydn! bravissimo!“ entstammt einem Zitat der Kaiserin Marie Therese (Gemahlin Kaiser Franz I.), die 1801 den Salzburger Komponisten bei der Probe der Theresien-Messe (MH 797)am Wiener Hof mit diesen Worten gerühmt haben soll. Auf dem Programm stehen erlesene Kammermusik, eine Festmesse, Vokalgesang und zum Abschluss ein großes Festkonzert mit einem Applausus für den Abt von Michaelbeuern. Veranstaltet wird die Konzertreihe von der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft in Kooperation mit der Erzabtei St. Peter, der Benediktinerabtei Michaelbeuern, den Kulturellen Sonderprojekten des Landes Salzburg, der Stiftsmusik St. Peter und dem Salzburg Museum.

Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer bedankte sich bei Abt Mag. Johannes Perkmann von der Benediktinerabtei Michaelbeuern, bei Administrator Mag. Benedikt Röck und Prior Korbinian Birnbacher von St. Peter sowie bei allen Kooperationspartnern und Mitwirkenden an dieser Festwoche.

Programm der Haydn-Woche

Samstag, 10. September 2011, 19.00 Uhr, konzertantes Feuerwerk auf zwei Hammerflügeln: Den Auftakt bildet ein Tasten-Wettstreit der besonderen Art im Ständesaal des Salzburg Museums. Der kostbare Hammerflügel aus dem Besitz Michael Haydns erlebt einen seltenen Auftritt im Duett mit seinem originalgetreuen Nachbau, der im Michael-Haydn-Museum Verwendung findet. Auf dem Programm stehen Werke von Michael Haydn, W.A. Mozart sowie einem Schüler seines älteren Bruders Joseph, Ignaz Pleyel. Gespielt werden die beiden Instrumente von Leonore von Stauss und Wolfgang Brunner. In diesem Zusammenhang bedankte sich Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer bei Museumsdirektor Dr. Erich Marx und dem Team des Salzburg Museums für die Bereitschaft, den original Haydn-Flügel zur Verfügung zu stellen und dieses Konzert im Ständesaal zu ermöglichen.

Sonntag, 11. September 2011, 10.15 Uhr, Chiemsee-Messe in der Stiftskirche St. Peter (Eintritt frei): Die Stiftsmusik St. Peter unter der Leitung von Stiftskapellmeister Armin Kircher hat sich besonders des Werks von Michael Haydn angenommen und führt regelmäßig seine Messkompositionen auf. Beim sonntäglichen Gottesdienst am 11. September steht eine der schönsten Messen Haydns auf dem Programm: Die Missa in honorem Sanctae Ursulae C-Dur MH 546 wurde 1793 anlässlich der Ordensprofess der Nonne Sebastiana Oswald von Frauenchiemsee komponiert und trägt daher den Beinamen „Chiemsee-Messe“.

Dienstag, 13. September 2011, und Donnerstag, 15. September 2011, 17.00 Uhr: Bei diesen zwei Kammerkonzerten tritt Michael Haydn in Dialog mit seinem Bruder Joseph Haydn und seinem Freund und Kollegen W. A. Mozart. Das Michael-Haydn-Quartett, ergänzt durch den Klarinettisten Ferdinand Steiner, Mitglied des Mozarteum Orchesters, und das Ensemble Capella Graziosa bringen feine Kammermusik im Konzertraum des Michael-Haydn-Museums zum Erklingen.

Mittwoch, 14. September 2011, 20.00 Uhr (Eintritt gratis, Einlasskarten im Michael-Haydn-Museum): Am Geburtstag des Komponisten laden die Erzabtei St. Peter und die Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft zu einem besonderen Abend ein. „Umlagert die Tische und jubelt und singt!“ ist der Titel eines geselligen Konzerts in den Räumen der Prälatur, das dem Vokalgesang Michael Haydns gewidmet ist. Es singt das Collegium Vocale der Salzburger Bachgesellschaft unter der Leitung von Prof. Albert Hartinger, begleitet von Prof. Wolfgang Brunner am Klavier.

Michael Haydns enge Beziehung zur Erzabtei St. Peter

Michael Haydn war mit der Erzabtei St. Peter eng verbunden„, erläuterte Administrator Benedikt Röck. Er wohnte in einem klösterlichen Gebäude in der Festungsgasse, versah Dienst als Organist, komponierte für besondere Ereignisse des klösterlichen Lebens (Applausus-Kantaten, Oratorien, Festmusiken oder die Dominikus-Messe zur Abtweihe 1786) und traf sich hier regelmäßig mit seinen Freunden. Auch seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof von St. Peter. Mit einer Reihe von Benediktinern pflegte Haydn freundschaftlichen Umgang, gab ihnen Kompositionsunterricht oder schenkte ihnen seine Werke.

Pater Beda Hübner schrieb, dass es sich das Kloster St. Peter zur besonderen Ehre anrechnete, diesen Künstler in der Nähe zu haben. In diesem Sinne ist es auch für unseren Konvent heute ein Auftrag, diesen großen Musiker zu ehren und sein Andenken durch die Mitgliedschaft in der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft zu pflegen. Aus dieser Motivation heraus lädt der Konvent zu diesem heiteren Liederabend am Geburtstag des Künstlers ein, um die Anliegen der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft zu vermitteln und damit auch neue Mitglieder zu gewinnen„, sagte Pater Benedikt.

Die Lieder schrieb Haydn für seinen Freundeskreis. Abt Dominikus Hagenauer stellte der Sängerrunde einen eigenen Raum zur Verfügung, auf einem eingeschlagenen Wandnagel „pflegte der dortige Musikdirektor Johann Michael Haydn (…) stets seine Perücke aufzuhängen“, wird von seinen Freunden überliefert. Hier aß, trank, plauderte und sang man, viele der berühmten Haydn-Lieder erklangen das erste Mal, wie das bei der Einweihung des Peterskellers 1795 verfasste „Bei Gläser- und Pokalenklang“ oder das für Pater Joseph Neumayr, den Küchenmeister von St. Peter, 1804 entstandene Vokalquartett „Aufs Land! da steht mein Sinn“.

Michael Haydns „Gesaenge zu vier Männer-Stimmen“ (zwei Tenöre, zwei Bässe) bestechen durch eine große thematische Spannweite, sind heiter-gemütvoll-volkstümliche Tisch- und Trinklieder und besingen die Natur, das Landleben, die Liebe und die Freundschaft.

Mit ihnen kreierte Michael Haydn einen eigenen Salzburger Liedstil, der ihn zum Wegbereiter der großen Männerchorbewegung des 19. Jahrhunderts machte. „Als Gegenstück zur besinnlich-ernsten Kirchenmusik in der Stiftskirche präsentieren wir damit auch den heiter-geselligen Teil von Haydns Schaffen in St. Peter“, so Benedikt Röck.

Komposition für den Abt von Michaelbeuern

Samstag, 17. September 2011, 20.00 Uhr: „Für die Benediktinerabtei Michaelbeuern verfasste Michael Haydn1770 zum Abtjubiläum von Anton Moser den Applausus Quid video superi, eine lateinische Kantate für zwei Singstimmen und Streicher. Der Applausus steht im Mittelpunkt dieses Festkonzerts in der Stiftskirche zum Abschluss der Haydn-Woche und wird umrahmt von Werken W.A. Mozarts und Johann Ernst Eberlins„, erläuterte der Abt der Benediktinerabtei Michaelbeuern, Mag. Johannes Perkmann das Programm. Es musizieren das Collegium Vocale der Salzburger Bachgesellschaft, das Salzburger Barockensemble und Michaela Aigner auf der Orgel, unter der Leitung von Prof. Albert Hartinger.

Die maßgebliche Verbindung von Michael Haydn mit der Abtei Michaelbeuern läuft vor allem über die Person von Pater Werigand Rettensteiner, der in Salzburg geboren wurde und 1773 in Michaelbeuern die Ordensgelübde ablegte. Er war dort Katechet und Chorregent und fungierte als Seelsorger in den zugeordneten Pfarren wie Arnsdorf, Seewalchen, Dorfbeuern und Perwang, wo er auch begraben liegt. Rettensteiner war vielseitig interessiert, hochgebildet und kunstverständig, er schrieb Gedichte und musizierte selber.

Pater Werigand war eine zentrale Figur in Michael Haydns Leben. Die beiden verband eine tiefe und herzliche Freundschaft, Michael Haydn nannte ihn „erster und wahrer Freund“ und „seinen Pfarrer“, er war sein Vertrauter und Berater. Die berühmten Singrunden fanden neben St. Peter auch in Werigands Pfarrhof in Arnsdorf statt.

Werigand bewahrte Michael Haydn bis weit nach dessen Tod die Treue. Er war maßgeblich beteiligt an der biographischen Skizze, die zwei Jahre nach Haydns Tod entstand, und Mitinitiator des Denkmals in der Stiftskirche St. Peter. Er machte sich zudem um die Überlieferung vieler Werke Michael Haydns verdient und legte einen ersten Werkkatalog an. Werigand Rettensteiner kopierte für den persönlichen Gebrauch an die 100 Werke von Michael Haydn, die kostbaren Dokumente werden im Stift Michaelbeuern verwahrt, sie zählen heute neben Haydns Originalmanuskripten zum wertvollen Bestand des klösterlichen Musikarchivs. „Die Benediktinerabtei Michaelbeuern wird mit diesem Festkonzert in der Stiftskirche den Abschluss der Haydn-Woche feiern„, unterstrich Abt Johannes seine Wertschätzung für das Werk Haydns.

Ziele und Anliegen der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft

Die Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft wurde 1983 gegründet. Ziel ist es, das Andenken an diesen großen Salzburger Komponisten durch die Einrichtung einer Gedenkstätte, die Veranstaltung von Konzerten und die Förderung und Herausgabe wissenschaftlicher Publikationen zur Salzburger Musikgeschichte zu pflegen. Das Museum, das von Mai bis Ende September geöffnet ist, wurde anlässlich des 200. Todestages von Michael Haydn(2006) neu gestaltet. In dieser Saison wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass etwa zwei Drittel der Gäste nicht deutschsprachig sind. Daher wurden alle Vitrinen und Objekte nun auch in englischer Sprache beschriftet.

Das Konzertprogramm der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft wurde in dieser Saison leicht verändert: Die „5-Uhr-Konzerte“, die bisher von Juli bis Mitte September sechs Mal wöchentlich stattfanden, wurden auf zwei Konzerte pro Woche reduziert und finden nun jeweils dienstags und donnerstags statt. Dafür wurde bereits Mitte Juni mit den Konzerten begonnen und der neue Haydn-Schwerpunkt im September gesetzt.

Kooperationen mit dem Musikum Salzburg

Besonders großen Anklang fanden zwei Kooperationen mit dem Musikum Salzburg: Am Tag der Salzburger Museen am 15. Mai 2011 spielten Kinder und Jugendliche des Musikum Salzburg ein Familienkonzert. Entsprechend der Absicht der Haydn-Gesellschaft, ein Podium für junge Talente zu bieten, traten Sieger des Wettbewerbs „prima la musica“ im Juni bei einem „5-Uhr-Konzert“ auf. Diese beiden Konzerttermine stießen auf großes Interesse des Publikums und der jungen Musikerinnen und Musiker, sodass eine Weiterführung dieser Zusammenarbeit im kommenden Jahr geplant ist.

Publikationen über Michael Haydn

In Vorbereitung ist auch eine Kurzbiographie über Michael Haydn. Die bisher erschienenen deutschsprachigen Biographien sind vergriffen. Die neue handliche Publikation unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Gerhard Walterskirchen im Umfang von zirka 40 Seiten soll noch im Herbst 2011 erscheinen. Gearbeitet wird auch an weiteren Bänden der „Denkmäler der Musik in Salzburg“.

Lange Nacht der Museen

Den Abschluss der Saison bildet die Lange Nacht der Museen am 1. Oktober 2011 mit zwei Stars des Salzburger Musiklebens: Der Geiger Frank Stadler, Konzertmeister des Mozarteum Orchesters, und der Bratschist Herbert Lindsberger, ebenfalls Orchestermitglied und Solist, präsentieren ausgewählte Werke von W.A. Mozart und Michael Haydn.

Tickets, Information und Reservierung

Tickets, Informationen und Reservierungsmöglichkeit gibt es im Michael-Haydn-Museum, Erzabtei St. Peter, Salzburg, Telefon: +43 (0)662/844576-19, E-Mail: office@5-uhr-konzerte.com„>sowie unter www.michaelhaydn.com im Internet. Die Preise betragen 15 Euro für Erwachsene, zwölf Euro für Mitglieder der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft und sechs Euro für Studierende und Schüler/innen.

Für den Liederabend am Mittwoch, 14. September 2011, 20.00 Uhr, sind Einlasskarten erforderlich, diese sind im Michael-Haydn-Museum erhältlich. p193-51

„Jazz & The City“ @ Salzburger Altstadt 12.10.-16.10.2011

Unter dem Titel Jazz & The City (12.10. bis 16.10. 2011) verwandelt sich die Salzburger Altstadt mit ihren Cafés, Bars, Plätzen, Galerien und vielen besonderen Spielstätten in ein Mekka der Musikszene. Jazzfreunde erwarten rund 100 Konzerte mit mehr als 400 Musikern bei freiem Eintritt an 50 Spielorten.

Tauchen Sie ein in die musikalische Vielfalt, schlendern Sie durch die klingende Salzburger Altstadt, bummeln Sie durch Salzburger Clubs, Restaurants, Cafés und Galerien und verweilen Sie auf den Plätzen der Stadt.  www.salzburgjazz.com

Eröffnung 91. Salzburger Festspiele 2011 am 27. Juli

Die Salzburger Festspiele 2011 werden am Mittwoch, 27. Juli, um 11.00 Uhr mit einer Festveranstaltung in der Felsenreitschule eröffnet. Die Festspieleröffnung wird ab 11.00 Uhr live in ORF 2 und 3sat übertragen. Nach der Begrüßung durch Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler, dem 4. Satz (Allegretto: Ulice – die Straße) aus Leoš Janáčeks „Sinfonietta“ und Grußworten von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller wird die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied sprechen. Im Anschluss daran wird Bundespräsident Dr. Heinz Fischer die 91. Salzburger Festspiele eröffnen.

Musikalisch geht es weiter mit „Drei Orchesterliedern“ von Richard Strauss (Waldseligkeit op. 49/1; Ruhe, meine Seele op. 27/1; Cäcilie op. 27/2), gesungen von der Sopranistin Angela Denoke. Es folgt die Festrede von Dr. Joachim Gauck.

Den musikalischen Abschluss bildet der 4. Satz aus der Symphonie Nr. 4 G-Dur von Gustav Mahler („Wir genießen die himmlischen Freuden“ aus „Des Knaben Wunderhorn“) in einer Bearbeitung für Kammerensemble und Sopran von Erwin Stein in der Besetzung Christiane Karg (Sopran), Renaud Capucon, Katja Lämmermann (Violine), Antoine Tamestit (Viola), Clemens Hagen (Violoncello), Alois Posch (Kontrabass), Albrecht Mayer (Oboe), Sebastian Manz (Klarinette), Magali Mosnier (Flöte), Herbert Schuch (Klavier), Gereon Kleiner (Harmonium), Martin Grubinger und Leo Schmidinger (Schlagzeug) sowie die Landeshymne und die Europahymne, die vom Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von David Afkham, dem Preisträger des Nestlé and Salzburg Young Conductors Award 2010, gespielt werden.

Quelle: Landeskorrepondenz