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„Otello“ bei den Osterfestspielen Salzburg 2016

Osterfestspiele Salzburg 2016 mit Otello
Osterfestspiele Salzburg 2016 mit Otello

1967 von Herbert von Karajan gegründet, sind die Osterfestspiele Salzburg (19. bis 28. März 2016) seither alljährlich Treffpunkt für Opern- und Konzertliebhaber aus aller Welt. Seit 2013 ist Christian Thielemann Künstlerischer Leiter des Festivals und die Sächsische Staatskapelle Dresden bildet das Residenzorchester. 

2016 steht bei den Osterfestspielen Salzburg Giuseppe Verdis Oper  Otello“ im Zentrum des Programms. Leider muss Dmitri Hvorostovsky zu seinem großen Bedauern seine Mitwirkung bei den Osterfestspielen Salzburg 2016 absagen, um seine Krebstherapie fortzusetzen. Die Osterfestspiele bedauern dies sehr und wünschen ihm alles Gute und baldige Genesung.

Für die Rolle des Iago in der Neuproduktion von Giuseppe Verdis Oper Otello konnte erfreulicherweise ein anderer international höchst erfolgreicher Bariton verpflichtet werden: Carlos Álvarez übernimmt dankenswerterweise die Partie, für deren Verkörperung er bereits an mehreren Opernhäusern gefeiert wurde. Zu seinen weiteren bedeutenden Rollen zählen etwa Rigoletto, Posa (Don Carlo), Giorgio Germont (La traviata), Don Giovanni und Escamillo (Carmen). 

An der Wiener Staatsoper ist Carlos Álvarez seit seinem dortigen Debüt 1995 als Figaro (Il barbiere di Siviglia) häufig aufgetreten. Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 1998 als Posa und war zuletzt 2008 als Iago zu erleben. 2007 wurde der Bariton zum Österreichischen weiteren ernannt. 

In den Konzerten werden u. a. Werke von Beethoven, Weber, Mendelssohn Bartholdy und Tschaikowski aufgeführt. Für das Chorkonzert mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks wählte Christian Thielemann Beethovens Missa solemnis.

Auch im Konzert für Salzburg steht 2016 geistliche Musik im Vordergrund. Beide aufgeführten Messen – Bachs h-Moll-Messe in der Urfassung und Webers Missa sancta – wurden für die damalige Hofkapelle und heutige Sächsische Staatskapelle Dresden geschrieben. Neben den Solisten Anna Lucia Richter, Christa Mayer, Peter Galliard und Georg Zeppenfeld ist erstmals der Dresdner Kreuzchor unter der Leitung des Kreuzkantors Roderich Kreile bei den Osterfestspielen zu Gast.

In zwei Kammerkonzertprogrammen ist bei den Osterfestspielen Salzburg 2016 ein neues Werk für Sopran und Kammerensemble zu erleben, das der deutsche Komponist Manfred Trojahn im Auftrag der Osterfestspiele komponiert hat. Die Sopranistin Juliane Banse wird das Stück mit Musikern der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der musikalischen Leitung des Komponisten am 22. März 2016 aus der Taufe heben.

*Übrigens: Was die von der Österreichischen Bundesregierung vorgesehenen Erhöhung der Umsatzsteuer für Kulturveranstaltungen auf 13 Prozent betrifft, so wird diese Mehrbelastung für das Jahr 2016 von den Osterfestspielen getragen und nicht im Wege einer Kartenpreiserhöhung auf die Besucher überwälzt.

Vorschau: Im Jahr 2017 begehen die Osterfestspiele Salzburg ihren 50. Jahrestag. Anlässlich des Jubiläums stiftete Eliette von Karajan einen mit EUR 50.000,00 dotierten Preis.

www.osterfestspiele-salzburg.at

Giuseppe Verdi: Otello. 19. und 27. März 2016. Christian Thielemann, Musikalische Leitung; Vincent Boussard, Inszenierung; Vincent Lemaire, Bühnenbild; Christian Lacroix, Kostüme. Mit José Cura, Otello; Dorothea Röschmann, Desdemona; Carlos Álvarez, Iago; Sächsische Staatskapelle Dresden

Salzburger Festspiele 2012 (20.7. bis 2.9.2012)

Die Salzburger Festspiele im Sommer unter der neuen Intendanz von Alexander Pereira dehnen ihr Programm auf sechs Wochen aus und enden erstmals mit einem glanzvollen Festspielball. Mit jährlich über 4.000 Musik- und Theaterveranstaltungen zählt Salzburg zu den Kulturmetropolen der Welt.

Im Sommer versprüht die UNESCO-Weltkulturerbestadt Salzburg ein besonderes, beinahe südländisches Flair: In den mittelalterlichen Gassen pulsiert das Leben und die Plätze der barocken Altstadt werden von Straßenmusikanten und fröhlich plaudernden Spaziergängern frequentiert. Allerorts laden schattige Gastgärten zu einem kühlen Bier und auf den Terrassen der Traditionscafés lässt sich das bunte Treiben der Stadt bei einem erfrischenden Eiskaffee entspannt beobachten.

Sechs Wochen Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele (20.7. bis 2.9. 2012) stehen heuer erstmals unter der Intendanz von Alexander Pereira und sind so lang wie noch nie. Von 20. Juli bis 2. September – und damit sechs anstatt wie bisher fünf Wochen – finden 232 Aufführungen an 14 Spielorten in den Sparten Oper, Konzert und Schauspiel statt – von Mozart bis Moderne, von der klassischen Deutung bis zum theatralen Experiment. Weitere Neuerungen sind die Schauspielleitung durch Sven-Eric Bechtolf und der glanzvolle Ball in der Felsenreitschule zum Abschluss der Salzburger Festspiele.

Highlights des Opernprogramms bilden „Giulio Cesare in Egitto“ von Georg Friedrich Händel, mit Cecilia Bartoli als Kleopatra (eine Produktion der Pfingstfestspiele), „Carmen“ von Georges Bizet, „Il re pastore“ und „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart sowie „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss. Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ wird unter der bewährten Regie von Christian Stückl mit prominenter Besetzung aufgeführt: Nikolas Ofczarek als Jedermann, Birgit Minichmayr als Buhlschaft und Ben Becker als Tod. www.salzburgfestival.at

Umrahmt werden die Salzburger Festspiele von den hochkarätigen Veranstaltungen der Internationalen Sommerakademie der Universität Mozarteum und der internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg (16.7. bis 25.8. 2012). www.summeracademymozarteum.at, www.summeracademy.at

Bei den Salzburger Festspielnächten (ab 27.7. 2012) am Kapitelplatz stehen täglich ab 18:00 Uhr Audiopräsentationen von Konzerten und ab 20:00 Uhr Filmvorführungen von Festspielproduktionen auf Großbildleinwand auf dem Programm. Der Charakter eines Openair-Kinos und die beindruckende Kulisse des Kapitelplatzes zu Füßen der Festung Hohensalzburg machen die Übertragungen zu einem einzigartigen Sommererlebnis. www.festspielnaechte.at

Quelle: Pressemitteilung von salzburg.info

Salzburg Highlights 2012 – der Sommer im Weltkulturerbe mit Festspielen der Superlative

Stadtansicht mit Salzach Foto: © Tourismus Salzburg
Stadtansicht mit Salzach Foto: © Tourismus Salzburg

Im Sommer 2012 macht Salzburg seinem Ruf als Festspielmetropole alle Ehre. Die Pfingstfestspiele stehen zum ersten Mal unter der Leitung der italienischen Star-Mezzosopranistin Cecilia Bartoli. Die Salzburger Festspiele im Sommer unter der neuen Intendanz von Alexander Pereira dehnen ihr Programm auf sechs Wochen aus und enden erstmals mit einem glanzvollen Festspielball.

Mit jährlich über 4.000 Musik- und Theaterveranstaltungen zählt Salzburg zu den Kulturmetropolen der Welt.

Cecilia Bartoli neue künstlerische Leiterin der Pfingstfestspiele

Eingeläutet wird der Sommer mit den Salzburger Pfingstfestspielen (25.5. bis 28.5. 2012), die erstmals unter der musikalischen Leitung der italienischen Star-Mezzosopranistin Cecilia Bartoli stehen. Die sagenumwobene ägyptische Königin Kleopatra ist das Leitthema 2012.

Höhepunkte aus dem Programm unter dem Titel „Cleopatra – Im Labyrinth von Eros und Macht“ sind unter anderem eine szenische Opernproduktion, eine Lesung und zahlreiche hochkarätig besetzte Konzerte mit Künstlern wie Anna Netrebko, Andreas Scholl, Vesselina Kasarova und Piotr Beczala.

Eröffnung und Höhepunkt des Festivals ist die Neuinszenierung der Oper „Giulio Cesare in Egitto“ von Georg Friedrich Händel mit Cecilia Bartoli als Cleopatra und Andreas Scholl als Giulio Cesare im Haus für Mozart.

Jules Massenets Oper „Cléopâtre“ ist als konzertante Aufführung mit Sophie Koch, Ludovic Tézier und Véronique Gens zu erleben. Wladimir Fedosejew leitet dabei das Mozarteumorchester Salzburg.

Das Salzburger Landestheater präsentiert als Matinee die Lesung „Antony and Cleopatra“ von William Shakespeare, mit Sunnyi Melles als Cleopatra und Sven-Eric Bechtolf als mächtigem römischen Feldherrn Mark Antony. Beendet werden die Festspiele von Anna Netrebko als Kleopatra in „Kleopatra und die Schlange“, einem Auftragswerk von Rodion Shchedrin.

Bei den Pfingstfestspielen wird traditionell jedes Jahr eine Oper als Eigenproduktion für Salzburg erarbeitet und zweimal aufgeführt. Rund um die Oper werden an den vier Festspieltagen thematisch abgestimmte Konzerte arrangiert. Heuer wird erstmals die zu Pfingsten produzierte Oper in die Salzburger Festspiele übernommen und im Sommer in derselben Besetzung weitere fünf Male zur Aufführung gebracht. www.salzburgfestival.at 

Das Literaturfest Salzburg (30.5. bis 3.6. 2012) feiert sein fünftes Jubiläum: Das bibliophile Festival beweist damit, dass sich Salzburg als Plattform für die Literatur- und Buchszene etabliert hat. Die unterschiedlichsten Plätze und Veranstaltungsorte der UNESCO-Weltkulturerbestadt werden Schauplatz für Lesungen und Gespräche über Literatur für Erwachsene, Jugendliche und Kinder.  www.literaturfest-salzburg.at

Die Sommerszene (5.7. bis 22.7. 2012), das internationale Tanz- und Theaterfestival Salzburgs, steht unter einer neuen Führung: Am 1. Juni 2012 tritt die gebürtige Oberösterreicherin Angela Glechner die Nachfolge von Michael Stolhofer an, der die Szene 30 Jahre lang geleitet hat. Glechner war zuletzt Programmkuratorin beim Internationalen Sommerfestvial Hamburg.

Bei freiem Eintritt begeistert die Szene Salzburg ein jährlich wachsendes Publikum mit zeitgenössischen Tanz- und Theaterproduktionen einer jungen internationalen Elite. www.sommerszene.net

Sechs Wochen Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele (20.7. bis 2.9. 2012) stehen heuer erstmals unter der Intendanz von Alexander Pereira und sind so lang wie noch nie. Von 20. Juli bis 2. September  2012 – und damit sechs anstatt wie bisher fünf Wochen – finden 232 Aufführungen an 14 Spielorten in den Sparten Oper, Konzert und Schauspiel statt – von Mozart bis Moderne, von der klassischen Deutung bis zum theatralen Experiment. Weitere Neuerungen sind die Schauspielleitung durch Sven-Eric Bechtolf und der glanzvolle Ball in der Felsenreitschule zum Abschluss der Salzburger Festspiele.

Highlights des Opernprogramms bilden „Giulio Cesare in Egitto“ von Georg Friedrich Händel, mit Cecilia Bartoli als Kleopatra (eine Produktion der Pfingstfestspiele), „Carmen“ von Georges Bizet, „Il re pastore“ und „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart sowie „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss.

Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ wird unter der bewährten Regie von Christian Stückl mit prominenter Besetzung aufgeführt: Nikolas Ofczarek als Jedermann, Birgit Minichmayr als Buhlschaft und Ben Becker als Tod. www.salzburgfestival.at

Umrahmt werden die Salzburger Festspiele von den hochkarätigen Veranstaltungen der Internationalen Sommerakademie der Universität Mozarteum und der internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg (16.7. bis 25.8. 2012). www.summeracademymozarteum.at, www.summeracademy.at

Bei den Salzburger Festspielnächten (ab 27.7. 2012) am Kapitelplatz stehen täglich ab 18:00 Uhr Audiopräsentationen von Konzerten und ab 20:00 Uhr Filmvorführungen von Festspielproduktionen auf Großbildleinwand auf dem Programm. Der Charakter eines Openair-Kinos und die beindruckende Kulisse des Kapitelplatzes zu Füßen der Festung Hohensalzburg machen die Übertragungen zu einem einzigartigen Sommererlebnis. www.festspielnaechte.at

Der Sommer – ein Fest der Kultur und der Lebensfreude

Beliebter Treffpunkt für Kulturfreunde sind im Sommer die Brauchtumsnachmittage im Heckentheater (Mirabellgarten, Ende Juni bis Ende August) mit Tanzgruppen, Sängern und Musikanten, die echtes Brauchtum darbieten. Die Aufführungen unter freiem Himmel finden jeden Freitag bei einmaligem Ambiente im Heckentheater statt (bei Schlechtwetter in der Wolf-Dietrich-Halle des Schlosses Mirabell).

Fixtermine für Blasmusikfreunde sind die Promenaden- und Leuchtbrunnenkonzerte im Mirabellgarten (Mai bis August):

Promenadenkonzert: jeden Sonn- u. Feiertag von 10.30 – 11.30 Uhr

Leuchtbrunnenkonzert: jeden Mittwoch von 20.30 – 21.30 Uhr

Weitere Fixpunkte im Sommer sind die Salzburger Stadtfeste: Einheimische Gäste treffen einander beim Kaiviertelfest (15.-16. Juni 2012) und beim Linzergassenfest (29.-30. Juni 2012).

Von 24. bis 25. August 2012 wird am Fuße des Kapuzinerbergs ordentlich gefeiert: Italienische Lieder, leidenschaftlicher Tango, Schrammelmusik, gastronomische Meisterleistungen, theatralische Szenen, skurrile Vorführungen sowie Kinder-Workshops, Ausstellungen und Büchermärkte bringen beim Steingassenfest mediterranes Flair nach Salzburg.

Höhepunkt der Stadtfeste ist das Fest zur Festspieleröffnung (20.-21. Juli 2012), das den Auftakt zu den Salzburger Festspielen bildet und bei freiem Eintritt eine Fülle an Aufführungen, Musikveranstaltungen, Treffen mit den Festspielstars und Blicke hinter die Kulissen bietet. www.salzburg-altstadt.at 

Sehenswertes im Sommer 2012

Das Dommuseum zu Salzburg zeigt von 11. Mai bis 28. Oktober 2012 die Sonderschau „Erzbischof Marcus Sitticus“. Das Museum widmet Marcus Sitticus die Ausstellung zum vierhundertsten Jahrestag seines Amtsantritts – gemeinsam mit der Abteilung kulturelle Sonderprojekte des Landes sowie der Universität Salzburg.

Marcus Sitticus ließ während seiner nur sieben Jahre dauernden Amtszeit den Salzburger Dom neu bauen, Schloss Hellbrunn mit seinen Garten- und Brunnenanlagen errichten, die fürsterzbischöfliche Residenz erweitern sowie die wichtigsten Stadttore erneuern. Darüber hinaus betrieb er die Gründung des Priesterseminars, der Universität und mit besonderem Nachdruck die Durchsetzung der Gegenreformation.

Zu sehen sind im Dommuseum unter anderem Porträts seiner Eltern und Geschwister, allegorische Bilder, die die geistlichen Tugenden des Erzbischofs loben, Prunkwaffen, Kelche sowie Altarbilder, die er Pfarren und Bruderschaften stiftete. Eine ermäßigte Eintrittskarte ermöglicht es den Besuchern, die Ausstellung und das Schloss Hellbrunn mit den Wandmalereien Mascagnis und den Wasserspielen zu sehen. www.kirchen.net/dommuseum

Das Museum der Moderne am Mönchsberg zeigt ab 14. Juli 2012 die Schau „John Cage und …“. John Cage gehört zu den einflussreichsten Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung vereint in mehreren thematischen Kapiteln Biografie, Gedanken, Dokumente und originale Werke aus dem breiten Schaffen des Künstlers mit Werken und Gedanken seiner Anreger, Freunde und Schüler. Begleitet wird die Ausstellung von einer Videopräsentation der Kollaborationen John Cages mit seinem langjährigen Partner Merce Cunningham und dessen Dance Company in New York, einem umfangreichen Programm aus Konzerten, Vorträgen, Sonderführungen und einem Fest zum 100. Geburtstag von Cage am 5. September 2012.

Das Schwestermuseum Rupertinum zeigt ab 28. Juli 2012 die Fotoschau „Merce Cunningham. Dance Company. Fotografien einer Tanzbewegung“. www.museumdermoderne.at 

AUSBLICK: Salzburg im Herbst 2012

  • Rupertikirtag (Kirchweihfest auf den Plätzen rund um den Dom): 19.-24.9. 2012
  • Salzburger Kulturtage:17.10.-17.11. 2012
  • Jazz & The City:  10.-14.10. 2012
  • Salzburger Jazz Herbst: 23.10.-4.11. 2012

Weitere Informationen:

Tourismus Salzburg, Auerspergstraße 6, A-5020 Salzburg, Tel.: +43/662/889 87 – 0,  www.salzburg.info

Salzburger Festspiele 2011 – Programm Highlights 27.07.-30.08.

Die Salzburger Festspiele sind auch im 91. Jahr ihres Bestehens mehr denn je ein Magnet. Drei Dinge machen den besonderen Zauber aus, der allsommerlich 230.000 Gäste aus 36 Ländern in die Mozart-Stadt zieht.

Zum ersten bieten die Salzburger Festspiele ein umfassenderes künstlerisches Angebot als jedes andere Festival: 190 Aufführungen in 35 Tagen an 14 Spielorten in den Sparten Oper,  Konzert und Schauspiel. Von Mozart bis zur Moderne, von der klassischen Deutung bis zum theatralen Experiment. Eines aber ist immer oberstes Gebot: die Qualität.

Zum zweiten kann der Besucher hier Kunstgenuss mit Urlaub verbinden. Tagsüber laden die Seen des Salzkammerguts zu Ausflügen und abends genießt man die barocke Altstadt.

Zum dritten bieten die Salzburger Festspiele ein bestimmtes Flair. Die Hofstallgasse und die gesamte Stadt sind gleich einem hochkulturellen Laufsteg – den Eintritt dazu erwirbt man mittels Festspielkarten.

Die Festspielgäste wählen täglich zwischen 5 und 9 Veranstaltungen. Welche Höhepunkte erwarten sie von 27. Juli bis 30. August?

Das Dream-Team Riccardo Muti und Peter Stein bringt Verdis Macbeth, Christian Thielemann und Christoph Loy schaffen mit Richard Strauss Frau ohne Schatten einen weiteren Opernhöhepunkt dieser Saison.

Erstmals im Großen Festspielhaus ist Leoš Janáčeks Oper Die Sache Makropulos zu sehen. In der Titelrolle ist Angela Denoke in der Regie von Christoph Marthaler zu erleben. Die Wiener Philharmoniker spielen unter Esa-Pekka Salonen.

Ein Mozartschwerpunkt, wie man ihn sonst nur in den Mozart-Jubeljahren genießen konnte, ist für 2011 geplant. Dieser wird mit drei Orchestern besetzt: Das Orchestra of the Age of Enlightenment übernimmt unter dem jungen Briten Robin Ticciati Le nozze di Figaro. Les Musiciens du Louvre spielen unter ihrem Gründer Marc Minkowski Così fan tutte. Die Wiener Philharmoniker widmen sich unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin Don Giovanni.

Das programmatische Herzstück der Konzerte 2011 bilden die Reihen Der Fünfte Kontinent und die Mahler-Szenen. Die Kontinente stellen im fünften Jahr exemplarische Kompositionen der letzten Jahrzehnte einander gegenüber.

Im Schauspielprogramm 2011 inszeniert Nicolas Stemann beide Teile von Goethes Faust als Marathonvorstellungen an vier Wochenenden auf der Perner-Insel Hallein.

Die Uraufführung Immer noch Sturm ist vielleicht Peter Handkes persönlichstes Werk. Dimiter Gotscheff führt Regie.

Thomas Ostermeier kehrt mit der Inszenierung von Shakespeares Maß für Maß nach Salzburg zurück. In den Hauptrollen sind Gert Voss und Lars Eidinger zu sehen.

Roland Schimmelpfennig, dessen Die vier Himmelsrichtungen uraufgeführt wird, sagt: „Gelungene Stücke nehmen ihre Zuschauer mit, sie machen neugierig, sie stören Gewohnheiten, es entstehen neue Blickrichtungen. Diese Stücke entwickeln einen Sog, sie sind unberechenbar und – unwiderstehlich.“

Die Salzburger Festspiele sind sicher, dass das Programm 2011 einen solch unwiderstehlichen Sog entwickeln wird.

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