Café Bazar und Kaffeehauskultur ©Foto: Tourismus Salzburg GmbH, B.mReinhard

Der Besuch im Kaffeehaus ist für Salzburgs Einheimische und Besucher vielerlei: Es ist eine Zeitreise in die Vergangenheit, als große Denker und Literaten sich in den Cafés der Stadt über Gott und die Welt unterhielten oder als die erste Espressomaschine der amerikanischen Besatzungsmächte im heutigen Café Wernbacher für Furore sorgte.

Der Genuss von Kaffee und Mehlspeise, wie der Österreicher seinen Kuchen liebevoll nennt, ist auch ein Sehen und Gesehen-Werden in den ehrwürdigen Räumlichkeiten alteingesessener Häuser wie dem Café Bazar oder dem Café Tomaselli.

Wie wichtig diese Orte des Zusammenkommens und Genießens für die heimische Kulturgeschichte sind und wie eng sie mit der treuen Bevölkerung verbunden sind, zeigen diese Jubiläen:

  • Café & Konditorei Schatz seit 145 Jahren
  • Café Habakuk seit 130 Jahren
  • Café Mozart seit 100 Jahren
  • Café Wernbacher seit 70 Jahren
Café Bazar und Kaffeehauskultur ©Foto: Tourismus Salzburg GmbH, B.mReinhard
Café Bazar und Kaffeehauskultur ©Foto: Tourismus Salzburg GmbH, B.mReinhard

Das Salzburg Museum widmet sich in seiner Ausstellung „Café Salzburg. Orte. Menschen. Geschichten.“ den Kaffeehäusern der Stadt als sozialen Begegnungszonen. Das Café war selten nur Kaffeehaus, sondern auch ein Treffpunkt für verschiedene soziale Gruppen und abends oft ein Tanz- oder Weinlokal.

Beginnend mit dem ältesten bestehenden Kaffeehaus Österreichs, dem Café Tomaselli, weist Salzburg eine 322 Jahre lange Entwicklung auf, die sich in Geschirr, Zubereitungsarten und Trends spiegelt. Die aktuellen Schließungen und das verstärkte Angebot von „Coffee-to-go“ finden in der Ausstellung genauso Platz wie Neugründungen von Salzburger Kaffeeröstereien.

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